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Bildungsinstitut des Interdisziplinären Forums
für Entwicklungsförderung und Familienbegleitung

Erwachsenebildungseinrichtung für
Erwachsene und Interessierte

Leitung: Dr. Andrea Harms
Organisation: Doris Staudt

1090 Wien, Porzellangasse 22
ZVR 487859412
Tel +43 (0) 660 277 13 73
Email office@bifef.at

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DatumVeranstaltungsortReferentInnen
08. März 2012
09:00 bis 16:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse
Dr. Nikolaus VON HOFACKER
Kinderarzt und Kinder- und Jugendpsychiater, Ausbildung in Eltern-Säuglings- und Kleinkindpsychotherapie sowie tiefenpsychologischer Psychotherapie. Seit 1999 Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Städt. Klinikum München GmbH, Klinikum Harlaching. In diesem Zusammenhang Aufbau eines Schwerpunktes Eltern-Säuglings-Psychosomatik mit einer Station für Eltern-Säuglings- und Kleinkind-Psychosomatik.
Belastungen und Störungen der frühen Eltern-Kind-Beziehungen treten heutzutage immer häufiger gerade im Kontext elterlicher psychopathologischer Auffälligkeiten und Störungen auf. Entsprechend sehen sich Mitarbeiter von Beratungsstellen im frühen Eltern-Kind-Bereich immer wieder mit komplexen Beratungs- und Therapiesituationen bei Eltern, die unter Depressionen, Angststörungen, Traumatisierungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen u. a. leiden, konfrontiert. Die Auswirkungen elterlicher Psychopathologie auf die Beziehung zum Kind können je nach Störung sehr unterschiedlich sein, entsprechend differenziert muss die therapeutische Herangehensweise gewählt werden. In dem Seminar werden typische Merkmale unterschiedlicher psychischer Störungsbilder bei Eltern, ihre Auswirkungen auf die Beziehung zum Kind und Konsequenzen für das therapeutische Vorgehen dargestellt. Dabei werden elterliche Mentalisierungsprozesse und ihre Einschränkungen ebenso wie Möglichkeiten, solche Mentalisierungsprozesse zu fördern, eine wichtige Rolle spielen. Anhand von videografierten Fallbeispielen soll das Gesagte illustriert und mit den Teilnehmern praxisorientiert erörtert werden.

Seminarkosten: € 120,--

11. Mai 2012
09:00 bis 16:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse
Prof. Dr. Alexander VON GONTARD
ist Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg. Er ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderheilkunde und Psychotherapeutische Medizin.

Psychische Auffälligkeiten sind im frühen Kindesalter genauso häufig wie zum späteren Zeitpunkt: ca. 14-25% aller Kleinkinder zeigen klinisch relevante psychische Störungen. Dennoch werden Auffälligkeiten dieses Lebensalters häufig übersehen, nicht adäquat diagnostiziert und als nicht behandlungsbedürftig angesehen.
Das Ziel des Seminars ist es, eine aktuelle Übersicht zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen bei jungen Kindern zu vermitteln. Speziell werden neue Ergebnisse und Empfehlungen zu folgenden Störungsbildern erläutert: ADHS, Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem Verhalten, Posttraumatischen Belastungs-, Bindungs-, Depressive, Angst-, Fütter- und Schlafstörungen, u.a.m.. Beziehungsstörungen als Auffälligkeiten in der Eltern-Kind-Interaktion werden ebenfalls dargestellt.

Literatur: von Gontard, A.: Lehrbuch der Säuglings- und Kleinkindpsychiatrie. Stuttgart: Kohlhammer Verlag, 2010

Seminarkosten: € 120,--

16. Juli 2012
10:00 bis 18:00 Uhr
17. Juli 2012
09:00 bis 17:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
Priv. Doz. Dr. med. habil.
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Analytische Gruppenpsychotherapie. Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik und Kinderpoliklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dozent sowie Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut „Stuttgarter Gruppe“. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich der frühkindlichen Entwicklung zu Fragestellungen der Entstehung von Bindungsprozessen und ihren Störungen. Dr. Brisch publizierte zur Bindungsentwicklung von Risikokindern sowie zur klinischen Bindungsforschung und verfasste eine Monographie zur Anwendung der Bindungstheorie in der psychotherapeutischen Behandlung von Bindungsstörungen.
SAFE® ist auf die Entwicklung und Förderung einer frühen sicheren Bindung zwischen Eltern und Baby ausgerichtet.
Das Mentorentraining zum/r SAFE®-MentorIn soll die TeilnehmerInnen befähigen,eigenständig Gruppen mit Eltern entsprechend den Inhalten des Präventionsprogramms „SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern“ durchzuführen.
Das SAFE®-Mentorentraining richtet sich an Personen, die in medizinischen oder sozialen oder psychologischen Berufen arbeiten und Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Familien haben.
Das Mentorentraining zum Programm SAFE® umfasst 4 Trainingstage, inkl. Praxistag.

Seminarkosten: € 600,-- für alle 4 Seminartage.



18. Juli 2012
09:00 bis 16:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
MSc Peter STEINGRUBER
ist im Grundberuf Kindergartenpädagoge und Horterzieher mit der Zusatzqualifikation Sonderkindergartenpädagoge und Frühförderer, zudem Ausbildungen als Psychotherapeut (systemische Familientherapie), SAFE® Mentor, B.A.S.E. ® Gruppenleiter und Ausbilder zum Gruppenleiter. Herr Steingruber arbeitet in freier Praxis als Psychotherapeut und leitet das Motopädagogische- Familientherapeutische Zentrum Steingruber sowie den Heilpädagogischen Kindergarten Steingruber in Graz. Seit 2010 werden B.A.S.E. ® Gruppen im Heilpädagogischen Kindergarten Steingruber durchgeführt.

Eine Mutter kommt mit einem wenige Wochen alten Baby für die Dauer von einem Jahr einmal in der Woche in die Kindergartengruppe. Im Stuhlkreis erleben die Kinder, wie das Baby von Woche zu Woche wächst, bis es frei laufen kann. Unter der speziellen Anleitung der ErzieherInnen lernen sie durch die wöchentliche Interaktions-Beobachtung, sich in die Emotionen und die Motivationen von Mutter und Kind immer besser einzufühlen. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass auf diese Weise die Empathiefähigkeit der Kinder gefördert wird. Sie beginnen, diese Fähigkeit auf alltägliche Situationen mit ihren FreundInnen zu übertragen, indem sie sich feinfühliger, sozialer sowie weniger ängstlich untereinander verhalten. Studien ergaben, dass dadurch aggressive sowie ängstliche Verhaltensstörungen verringert werden. Im Seminar werden die TeilnehmerInnen geschult, solche Baby-Beobachtungsgruppen durchzuführen. Mit Hilfe von Videodemonstrationen und einer Live-Demonstration werden sowohl die Inhalte als auch die Art der Durchführung der Beobachtung vorgestellt und eingeübt.
Zielgruppe sind Personen aus dem pädagogischen/psychosozialen Bereich und Erfahrungen mit Babys bzw. Kleinkindern

Seminarkosten: € 100,--

05. Oktober 2012
09:00 bis 16:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
Prof. Dr. Gerhard J. SUESS
hat von 1976 bis 1982 an der Univ Regensburg Psychologie (1982: Diplom) studiert und von 1982 bis 1983 als DAAD-Stipendiat ein postgradierten Studium (Ph.D-Program) am Institute of Child Development in Minneapolis/USA absolviert, wo er Forschungsassistent bei L. Alan Sroufe war. Von 1983 bis 1987 war er Assistent von Klaus Grossmann (Universität Regensburg) und erlangte dort 1987 den akademischen Grad „Dr. Phil.“. Von 1987 bis 2003 arbeitete er in der Praxis der Jugendhilfe als Leiter der Erziehungsberatung sowie als stellvertretender bzw. kommissarischer Jugend- und Sozialdezernent in Hamburg. 1999 approbierte er in Hamburg zum „Psychologischen Psychotherapeuten“ sowie „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“. Seit 2003 ist er Professor am Department Soziale Arbeit der HAW-Hamburg. 2006 habilitierte er sich an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln. Forschungsschwerpunkte: Bindungstheorie und ihre Anwendung, Frühe Hilfen, Entwicklungspsychopathologie sowie Trennung und Scheidung.
Kinder in Pflegefamilien haben oft schon sehr früh in ihrer Herkunftsfamilie eine nicht ausreichende Pflege bis hin zu traumatisierenden Situationen erfahren. Sie, die so dringend auf korrigierende Beziehungserfahrungen angewiesen sind, stellen jedoch eine große Herausforderung für den neuen Bindungsaufbau dar. Die Bindungstheorie und auf ihrem Hintergrund durchgeführte Studien beleuchten die besondere Beziehungsdynamik in Pflegefamilien, deren Kenntnis zu besonderen Interventionen bei Pflegefamilien geführt hat. Darüber hinaus ist auch die Kenntnis der Auswirkungen von Trennung und Abbruch von Bindungsbeziehungen bedeutsam für die Beratung von Pflegefamilien. In dem Seminar werden diese Erkenntnisse ebenso wie neuere darauf aufbauende Interventionsprogramme behandelt.

Seminarkosten: € 120,-

06. November 2012
10:00 bis 18:00 Uhr
07. November 2012
09:00 bis 17:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wiennstrasse
Priv. Doz. Dr. med. habil. Karl Heinz BRISCH
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Analytische Gruppenpsychotherapie. Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik und Kinderpoliklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dozent sowie Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut „Stuttgarter Gruppe“. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich der frühkindlichen Entwicklung zu Fragestellungen der Entstehung von Bindungsprozessen und ihren Störungen. Dr. Brisch publizierte zur Bindungsentwicklung von Risikokindern sowie zur klinischen Bindungsforschung und verfasste eine Monographie zur Anwendung der Bindungstheorie in der psychotherapeutischen Behandlung von Bindungsstörungen.
SAFE® ist auf die Entwicklung und Förderung einer frühen sicheren Bindung zwischen Eltern und Baby ausgerichtet.
Das Mentorentraining zum/r SAFE®-MentorIn soll die TeilnehmerInnen befähigen,eigenständig Gruppen mit Eltern entsprechend den Inhalten des Präventionsprogramms „SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern“ durchzuführen.
Das SAFE®-Mentorentraining richtet sich an Personen, die in medizinischen oder sozialen oder psychologischen Berufen arbeiten und Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Familien haben.
Das Mentorentraining zum Programm SAFE® umfasst 4 Trainingstage, inkl. Praxistag.

Seminarkosten für alle vier Tage: € 600,00

18. Jänner 2013
14:00 bis 18:00 Uhr
WIEN, Seminarzentrum Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
Univ.-Prof. Dr. med. Joachim BAUER
Arzt, Neurobiologe und Psychotherapeut. Er arbeitet an der Abteilung Psychosomatische Medizin der Uniklinik Freiburg. Prof. Bauer ist Autor mehrerer wissenschaftlicher Sachbücher, darunter auch ein Buch über die Spiegelnervenzellen. ("Warum ich fühle was du fühlst", Heyne Taschenbuch). 2011 erschien sein Buch "Schmerzgrenze - Von Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt".
Sigmund Freuds und Konrad Lorenz´ Konzept eines Aggressionstriebes konnte von der modernen Neurobiologie nicht bestätigt werden. "Der Aggressionstrieb ist tot, doch die Aggression lebt", so Joachim Bauer in seinem Buch "Schmerzgrenze- Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt". Das Seminar wird sich der Frage stellen, wie und warum in uns Wut, Ärger und Hass entstehen, und warum sich in menschlichen Gesellschaften ein offenbar zunehmendes Maß an aggressivem Verhalten zeigt. Welche Rolle spielt die Frage des Geschlechts? Welche Rolle spielen die Gene? Wie erklären sich scheinbar "grundlose" Ausbrüche von Gewalt? Und welche Rolle spielt der zivilisatorische Prozess (Freud sprach vom "Unbehagen in der Kultur")? Auch die Frage des sinnvollen Umgangs mit Aggression in der psychotherapeutischen Arbeit wird behandelt werden. Vertiefende Literatur siehe Joachim Bauer: Schmerzgrenze (Blessing Verlag 2011).

Seminarkosten: € 110,--