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Bildungsinstitut des Interdisziplinären Forums
für Entwicklungsförderung und Familienbegleitung

Erwachsenebildungseinrichtung für
Erwachsene und Interessierte

Leitung: Dr. Andrea Harms
Organisation: Doris Staudt

1090 Wien, Porzellangasse 22
ZVR 487859412
Tel +43 (0) 660 277 13 73
Email office@bifef.at

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DatumVeranstaltungsortReferentInnen
07. April 2014
09:00-16:00 Uhr
SEMINARZENTRUM LIECHTENSTEINSTRASSE, Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
Prof. Dr. Sabine WALPER
Diplom-Psychologin, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut und Professorin für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Jugend- und Familienforschung an der Ludwig-Maximilians Universität München. Sie ist Mitglied u. a. des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen am Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Scheidungs- und Armutsforschung, Forschung zu Partnerschaftsbeziehungen sowie zu Eltern-Kind-Beziehungen. Zusammen mit Dr. Johanna Graf entwickelte sie das Elternprogramm „Familienteam. Das Miteinander stärken“. Weitere aktuelle Projekte sind u. a.: „Kinder im Blick. Ein Gruppenangebot für Familien in konfliktbelasteten Trennungssituationen“ (1. Preisträger des Präventionspreises Frühe Kindheit 2007) und das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt pairfam (Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics).
Die Erfahrungen, die Kinder im Kontext ihrer Familie machen, stellen oft frühzeitig die Weichen für die langfristigen Entwicklungschancen der Kinder – im guten wie im schlechten Sinne. Entsprechende Erkenntnisse stammen nicht nur aus der Entwicklungs- und Familienpsychologie, sondern auch aus der Bildungsforschung. „Schwierige“ Kinder und belastende Lebensumstände stellen die Eltern oft vor besondere Herausforderungen, die den Alltag in der Betreuung, Erziehung und Förderung des Kindes erschweren. Um den Aufbau einer tragfähigen Beziehung zum Kind zu erleichtern und die Erziehungskompetenzen von Eltern zu stärken, kann mittlerweile auf zahlreiche Angebote der Elternbildung zurück gegriffen werden.
Der Workshop liefert hierzu einen Überblick und stellt vor allem ein Elternprogramm vor, das sich sowohl in der universellen Prävention bewährt hat als auch speziell in der Arbeit mit Kindern, die emotionale Belastungen aufweisen, auch in der Arbeit mit Flüchtlingsfamilien. „Familienteam“ setzt mit vielen praktischen Übungen die Schwerpunkte im Aufbau einer guten Beziehungsbasis und vermittelt, wie Eltern ihre Kinder auch in emotional schwierigen Situationen unterstützen können. Darüber hinaus wird erarbeitet, wie Eltern die Kooperation ihrer Kinder gewinnen können, wie sich Erziehungskonflikte möglichst kooperativ lösen lassen, und wie „Dauerbrennern“ bei Erziehungsproblemen begegnet werden kann. Nicht zuletzt wird besonderes Augenmerk auf eine gute Kooperation beider Eltern gerichtet. Der Workshop informiert über dieses Angebot und gibt einen Einblick in die praktische Arbeit mit Eltern.

Seminarkosten: € 120,-

29. April 2014
09:30-17:00 Uhr
SEMINARZENTRUM LIECHTENSTEINSTRASSE, Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
PD Dr. med. habil Karl Heinz BRISCH
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Analytische Gruppenpsychotherapie. Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik und Kinderpoliklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dozent sowie Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut „Stuttgarter Gruppe“. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich der frühkindlichen Entwicklung zu Fragestellungen der Entstehung von Bindungsprozessen und ihren Störungen. Dr. Brisch publizierte zur Bindungsentwicklung von Risikokindern sowie zur klinischen Bindungsforschung und verfasste eine Monographie zur Anwendung der Bindungstheorie in der psychotherapeutischen Behandlung von Bindungsstörungen.
Die Fortbildung richtet sich an psychologische, psychotherapeutische und sozialarbeiterische Fachkräfte in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Kinderschutzzentren), die in ihren Interventionen für die Wichtigkeit eines bindungsorientierten Umgangs mit Kindern und Jugendlichen sensibilisieren wollen.
Dieser Spezialtag ermöglicht vertieftes Wissen über folgende Themen:
• Gefühle und Phantasien in der Schwangerschaft und Elternschaft bei selbsterfahrenen Bindungsschwierigkeiten
• Störungen der Bindungsentwicklung und emotionalen Entwicklung des Kindes
• Wechselwirkung des Bindungs- und Erkundungssystems
• der Sicherheitskreis und das Stresstoleranzfenster
• Mechanismen der unbewussten Weitergabe eigener traumatischer Erfahrungen an das Kind und die Unterbrechung solcher „Teufelskreise"
• Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten des Babys und Kleinkindes (Schlafstörungen, Fütterprobleme, exzessives Schreien, verschiedene Entwicklungsstörungen)
• Kompetenzen des Säuglings und Kleinkindes und der Eltern
• Elterliche Aufgabenteilung und Umgang mit eigenen Bedürfnissen
• Techniken zur Identifizierung von ungelösten Traumata in der Vorgeschichte der Eltern und Umgang mit Traumafolgestörungen
• Antworten der Fachkraft auf verschiedene Bindungsqualitäten
• Kooperation zwischen Eltern und Fachkraft im Kinderschutzzentrum
• Feinfühliges Verhalten im Hinblick auf notwendige Kinderschutzinterventionen
• Bindungsbasierte Beratungsgespräche

GESCHLOSSENE FORTBILDUNG FÜR MITARBEITER DER KINDERSCHUTZZENTREN - ausgebucht!

23. Juni 2014
nachmittags, genaue Zeit wird noch bekannt gegeben
BIFEF, Hernalser Hauptstrasse 15, im Hof rechts, 1170 Wien
Ursula HENZINGER
Pädagogin, Humanethologin, B.A.S.E®-Trainerin, begleitete vier eigene Kinder ins Erwachsenenleben und hat langjährige Erfahrung in der Leitung von Eltern-Kind-Gruppen. Sie ist seit vielen Jahren in der Organisationsarbeit zur Weitervermittlung neuer Konzepte (darunter vor allem die Emotionelle Erste Hilfe) an Fachleute tätig
Es werden unter anderem folgende Themen behandelt:
• Was macht ein gelungenes B.A.S.E®- Treffen aus?
• Wie finde ich die wertvollen Momente der Mutter-Kind-Interaktion?
• Wie wende ich die Fragetechniken sinnvoll an?
• Wie verändern die Fragen die Wahrnehmung?
• Worauf kommt es bei den einzelnen Fragen jeweils an?
• Wann und wie können Fragen eine Situation verändern?
• Wie kann ich schwierige Situationen für eine wertvolle Lernerfahrung nutzen?

Es ist auch ausreichend Platz für eigene Fragen und Fallbeispiele.

Die Supervisionsgruppe findet nur bei Bedarf und genügend Anmeldungen bis Anfang Mai 2014 statt.

Supervisionsbeitrag: € 60,-

23. Juni 2014
10:00-18:00 Uhr
24. Juni 2014
09:00-17:00 Uhr
25. Juni 2014
09:00-17:00 Uhr
26. Juni 2014
09:00-17:00 Uhr
SEMINARZENTRUM LIECHTENSTEINSTRASSE, Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
PD Dr. med. habil Karl Heinz BRISCH
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Analytische Gruppenpsychotherapie. Leiter der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik und Kinderpoliklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dozent sowie Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut „Stuttgarter Gruppe“. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich der frühkindlichen Entwicklung zu Fragestellungen der Entstehung von Bindungsprozessen und ihren Störungen. Dr. Brisch publizierte zur Bindungsentwicklung von Risikokindern sowie zur klinischen Bindungsforschung und verfasste eine Monographie zur Anwendung der Bindungstheorie in der psychotherapeutischen Behandlung von Bindungsstörungen.
SAFE® ist auf die Entwicklung und Förderung einer frühen sicheren Bindung zwischen Eltern und Baby ausgerichtet.
Das Mentorentraining zum/r SAFE®-MentorIn soll die TeilnehmerInnen befähigen, eigenständig Gruppen mit Eltern entsprechend den Inhalten des Präventionsprogramms „SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern“ durchzuführen.
Das SAFE®-Mentorentraining richtet sich an Personen, die in medizinischen oder sozialen oder psychologischen Berufen arbeiten und Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Familien haben.
Das Mentorentraining zum Programm SAFE® umfasst 4 Trainingstage, inkl. Praxistag.

Seminarkosten: € 650,-- für alle 4 Seminartage
(in der Seminargebühr sind umfangreiche Skripten, das SAFE® Elternbuch und Pausengetränke enthalten).

24. Juni 2014
09:00-16:00 Uhr
SEMINARZENTRUM LIECHTENSTEINSTRASSE, Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
Ursula HENZINGER
Pädagogin, Humanethologin, B.A.S.E®-Trainerin, begleitete vier eigene Kinder ins Erwachsenenleben und hat langjährige Erfahrung in der Leitung von Eltern-Kind-Gruppen. Sie ist seit vielen Jahren in der Organisationsarbeit zur Weitervermittlung neuer Konzepte (darunter vor allem die Emotionelle Erste Hilfe) an Fachleute tätig
Inhalte von B.A.S.E.®
Eine Mutter kommt mit einem wenige Wochen alten Baby regelmäßig für die Dauer von einem Jahr einmal in der Woche in die Kindergarten- bzw. Schulgruppe. Die Kinder erleben, wie das Baby von Woche zu Woche wächst, bis es frei laufen kann. Die Identifikation mit dem Baby und die Beschäftigung mit den Emotionen und Motivationen von Mutter und Kind werden durch eine spezielle Fragetechnik angeregt. Dieses Denken beginnen die Kinder nach und nach auf das alltägliche Miteinander zu übertragen, das heißt, sie verhalten sich feinfühliger, empathisch mitfühlender, verständnisvoller, aber auch selbstbewusster untereinander.
Im Seminar werden die TeilnehmerInnen geschult, ein B.A.S.E®- Baby-Beobachtungs-Projekt durchzuführen oder zu begleiten, wobei sowohl die Inhalte als auch die Art der Durchführung an Hand von Beispielen vorgestellt und eingeübt werden.

Das Angebot richtet sich an PädagogInnen, LehrerInnen, Kindergarten- und KinderkrippenpädagogInnen oder auch an PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, die eine B.A.S.E®- Gruppe leiten wollen und an andere Fachleute, die ein Projekt mitbegleiten und im Anschluss daran B.A.S.E®- MentorIn werden wollen (mehr darüber auf www.base-babywatching.de oder www.zoi-tirol.at).

Hintergrund
Schon in den 80er Jahren hat der Aggressionsforscher Henri Parens in Philadelphia/USA Studien zur Vorbeugung von aggressiven Verhaltensstörungen bei Kindergartenkindern durchgeführt. Auf dem Hintergrund seiner Erfahrungen wurde das Präventionsprojekt B.A.S.E®-Babywatching in Kindergarten und Schule an der Kinderklinik von Karl Heinz Brisch im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München entwickelt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen (darunter eine Evaluation an Tiroler Volksschulen 2010/2011), dass bei Kindern dadurch sowohl die Fähigkeit zur Einfühlung gefördert als auch aggressive sowie ängstliche Verhaltensstörungen verringert werden können.

Seminarbeitrag: € 100,-

21. November 2014
09:00-16:00 Uhr
SEMINARZENTRUM LIECHTENSTEINSTRASSE, Liechtensteinstrasse 41, 1090 Wien
Dr. Joern BORKE
Prof. Dr. rer. nat., Dipl.-Psychologe, Professur für Entwicklungspsychologie der Kindheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Bis März 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), Leiter der Babysprechstunde Osnabrück, Mitinitiator der Familiensprechstunde und ausgebildeter Elternkurstrainer, Ausbilder im Rahmen der Zusatzausbildung Fachkraft Kleinstkindpädagogik (VHS), Mitglied der Gesellschaft für seelische Gesundheit in der frühen Kindheit (GAIMH e.V.). Langjährige Forschungs- und Lehrtätigkeit unter anderem in den Bereichen kulturvergleichende Säuglings- und Kleinkindforschung und Eltern-Kind Interaktionen, tätig in der theoretischen und praktischen Ausbildung von Beraterinnen der Babysprechstunde Osnabrück.
Die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt in der frühpädagogischen Arbeit mit Kindern sowie in der Beratungsarbeit mit Familien von Säuglingen und Kleinkindern stellt einen wichtigen Aspekt dieser Arbeit dar. Durch die Begegnung von bzw. mit Kindern und Familien aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, entstehen viele Chancen und Bereicherungen, es ergeben sich aber auch neue Herausforderungen für den frühpädagogischen und beraterischen Alltag. Eine offene Haltung und das entsprechende Wissen kann es ermöglichen, Umgangsweisen zu finden, die für alle Seiten befriedigend und adäquat sind. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen die Grundlagen der kulturvergleichenden Familienforschung vorgestellt werden. Kulturunterschiede werden dabei nicht mit Länderunterschieden gleichgesetzt, sondern leiten sich aus dem jeweiligen soziökonomischen Umfeld ab, in dem die Familien leben (und dieses kann sich beispielweise auch innerhalb eines Landes und innerhalb einer Stadt massiv unterscheiden). Zudem werden anhand von Beispielen und Diskussionen konkrete Umsetzungs- und Anwendungsmöglichkeiten besprochen.

Seminarbeitrag: € 120,-